Besuch des Objekttheaters „Metamorphosen“ durch die Klasse 6a

Am Dienstag, 23. Februar 2016, besuchte die Klasse 6a mit Ihren Lehrerinnen Frau Rain-Alonso und Frau Knogler im Rahmen des Lateinunterrichts Nils Gredebys Stück „Metamorphosen“ im Ansbacher Theater.

Die Aufführung handelte von drei mehr als 2000 Jahre alten griechischen Sagen. Diese erzählen von den menschlichen Urkräften  Macht, Gewalt, Verführung, Angst und Flucht.  In allen drei Mythen geht es um das Thema Verwandlungen (griech. Metamorphosen).

In der Rahmenhandlung stellen die beiden Schauspieler Valentin Bartzsch und Gerald Leiß Angestellte eines Museums dar. Sie verpacken einige kleinere Exponate für eine Ausstellung, die aus  Pappe, Steinen und rostigem Metall bestehen. Im Folgenden lassen sie sich von diesen „Objekten“ inspirieren und erzählen drei Episoden aus dem Werk „Metamorphosen“ des römischen Schriftstellers Ovid (43 vor bis 17/18 nach Christus) nach.

Die erste Episode handelt von Io, einem jungen Mädchen, das von Jupiter verfolgt wird. Der Göttervater hat sich in sie verliebt, will jedoch seiner Ehefrau Juno nichts davon erzählen. Als seine Frau dennoch Verdacht schöpft, täuscht er Juno, indem er Io in eine Kuh verwandelt.

In der zweiten Episode geht es um Phaeton, der gerne einmal den Sonnenwagen fahren will, mit dem sein leiblicher Vater Helios Sonnenauf- und –untergang bestimmt. Doch wie sich herausstellt, ist diese Aufgabe zu groß für ihn. Sein Großvater Jupiter muss ihn mit dem Blitz erschlagen, da Phaeton nicht auf den Rat seines Vaters hört und der Erde zu nahe kommt, die dabei fast in Flammen aufgeht.

Der Erde widerfährt in der dritten und letzten Episode dann das genaue Gegenteil: die Götter lassen zur Strafe die Meere über die Ufer treten, da sie nicht mehr an das Gute im Menschen glauben. Nur zwei ältere Menschen überleben die große Flut. Diese fühlen sich aber einsam und bitten die Götter um menschliche Gesellschaft. Darauf erhalten sie die Antwort: „Nehmt Steine und werft sie über eure Schultern, damit Menschen daraus werden!“

Zwei tolle Schauspieler und  eine originelle Inszenierung als Objekttheater - so wird z. B. in der ersten Episode Jupiter durch einen „Engländer“ (Schraubenschlüssel) und seine Gattin Juno durch eine Drahtbürste dargestellt - machten aus dem antiken Stoff eine begeisternde Theateraufführung, die viele Bezüge zur Gegenwart herstellte.

Vor dem Stück führte uns der Theaterpädagoge Michael Schmidt auf spielerische Weise zum Thema hin, danach hatten wir noch ausreichend Gelegenheit für ein Gespräch mit den Schauspielern.

Das Stück ist für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren und wärmstens weiterzuempfehlen.

 

Die Schülerinnen und Schüler der 6a im Gespräch mit dem Theaterpädagogen:

 

 

Die „Objekt“-Bühne:

 

                                                                       Nina Hanke und Sabine Rupp, Klasse 6a