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Chemie – damals wie heute

In dem  Buch "Die geheimnisvolle Insel" (1874) von Jules Verne findet man auf die Frage, womit die Menschheit in ferner Zukunft heizen werde:

„Ich glaube, dass eines Tages Wasserstoff und Sauerstoff, aus denen sich Wasser zusammensetzt, allein oder gemeinsam verwendet, eine unerschöpfliche Quelle von Wärme und Licht bilden werden, stärker als Steinkohle.

Die Frage nach der Energieversorgung der Menschheit bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt und Minimierung der Erderwärmung ist heute so aktuell wie nie zuvor und sicher eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte.

Gerade hier kann die Naturwissenschaft Chemie einen bedeutenden Beitrag leisten. Keine andere Naturwissenschaft vermag die verschiedensten Stoffe und ihre Teilchen so gut zu beschreiben wie die Chemie. Durch chemische Reaktionen ist es dabei nicht nur möglich Stoffe mit neuen Eigenschaften herzustellen, sondern auch verschiedene Energieformen ineinander umzuwandeln.

So gelingt es bereits im Schulunterricht die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in einer modernen Brennstoffzelle (siehe Bild) so ablaufen zu lassen, dass die freiwerdende Energie als elektrische Energie genutzt werden kann. Bei dieser Verbrennung entsteht nicht etwa das als Treibhausgas verrufene Kohlenstoffdioxid, sondern umweltfreundliches Wasser.

Im Chemieunterricht wird den Schülern auch deutlich, dass es in der Welt Phänomene gibt, die zunächst empirisch angegangen werden müssen.

Dabei steht das Experiment als Befragung der Natur im Vordergrund. Es dient dazu, aufgestellte Hypothesen zu prüfen, um so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Bei aller Freude am Experimentieren wird man sicher aber auch versuchen die beobachtbaren Eigenschaften der Stoffe durch die Existenz von Teilchen mithilfe einfacher Modellvorstellungen zu erklären.