“I look not back, I look in front!”

(Lothar Matthäus bei seiner Antrittspressekonferenz bei den New York/ New Jersey Metro Stars)

Dieses Zitat aus dem Munde eines der größten Fußballstars, die Deutschland je hervorgebracht hat ist zwar durchaus amüsant, jedoch freilich wenig nachahmenswert. Korrektes und verständliches Englisch in mündlicher als auch schriftlicher Form ist viel mehr als ein Kommunikationsmittel zum Austausch von Information mit anderen Menschen – es ist auch eine Visitenkarte der eigenen Person, vor allem, aber nicht nur auf internationaler Ebene.

Eine weit verbreitete Meinung besagt, Englisch sei sehr einfach. „Etwas Englisch kann doch jeder!“ – dies mag durchaus möglich sein; eine erfolgreiche Verständigung kann im Englischen ohne Zweifel auch auf einem relativ überschaubaren Sprachniveau stattfinden. Es verbergen sich in den vermeintlich sehr transparenten und einprägsamen Strukturen der Sprache jedoch so einige Fallstricke, die die Verständlichkeit auf Seiten des Sprechers leicht bis sehr stark einschränken können, wenn dieser nicht die Kompetenz hat, sie von vornherein zu umgehen. Missverständnisse und Unstimmigkeiten in der Kommunikation können die Folge sein, welche gerade wegen der großen Vielseitigkeit und Offenheit im Vokabular und in der Grammatik des Englischen natürlich häufig auftreten können.

Eine nur in Grundzügen beherrschte englische Sprache per se ist daher nur bedingt zureichend und für Gesprächsteilnehmer nur in den wenigsten Fällen zufriedenstellend. Weit bedeutender ist aber noch, dass ein Mindestsprachniveau im Englischen den hohen Anforderungen in Beruf und Freizeit des heutigen „globalen“ Zeitalters, das fortgeschrittene Kommunikationsstandards bedingungslos voraussetzt, so gut wie gar nicht mehr gerecht wird.

Eine fundierte und qualitative hochwertige Ausbildung in den modernen Fremdsprachen am Gymnasium muss daher gerade unsere Schüler, die zukünftigen Arbeitnehmer in hochqualifizierten Berufen, zweifellos auf das Ziel der Beherrschung des Englischen hinführen, nicht nur auf die Fähigkeit, Rudimentäres anwenden zu können. Mit jeder zusätzlichen Sprache erweitert sich der Kreis der Menschen, mit denen sich Schüler austauschen können noch. Sprachen öffnen den Horizont und lassen das Tor zur Welt für sie weiter aufgehen. Englisch ist dabei nicht einfach eine Sprache unter vielen, sie ist derzeit bekanntermaßen diejenige, die weltweit am häufigsten gesprochen wird und genießt daher einen Sonderstatus. Der bayerische Lehrplan weist der „Lingua Franca“ Englisch folglich eine ganz spezielle, grundlegende Bedeutung zu. An allen Schulen im Freistaat wird Englisch als verpflichtende Fremdsprache angeboten, davon in den meisten Fällen als erste Fremdsprache. Englisch spielt somit auch am Friedrich-Alexander-Gymnasium eine besondere und herausragende Rolle und wird verpflichtend als erste oder zweite Fremdsprache angeboten.

 

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