Das Fach Religion heißt offiziell „Religionslehre“.

Das bedeutet zunächst einmal, dass hier - wie in jedem anderen Unterrichtsfach – Informationen gegeben werden, Wissen vermittelt wird und dem zu Folge Kenntnisse und Fähigkeiten abgefragt und beurteilt werden.

Die Religionslehrer sind dabei an die Inhalte und Ziele des jeweiligen Lehrplanes einer Klasse gebunden.

Beispiele:

  • Kenntnisse über den Inhalt des Alten und Neuen Testaments
  • Kenntnisse über die Geschichte der Kirche
  • Kenntnisse über die Glaubenslehre der christliche Religion
  • Kenntnisse über die Gottesvorstellungen anderer Religionen

Erst das Kennenlernen und Zur-Kenntnis-Nehmen ist die Vorbedingung für eine sinnvolle, verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen für den Abbau von Vorurteilen, für fundierte Kritik.

Über diese kognitiven Ziele hinaus möchten wir Religionslehrer beitragen

  • zu einem partnerschaftlichen und sozialen Verhalten der Schüler/innen in allen Beziehungen, in denen sie sich herausgefordert wissen (Klasse, Schule, Familie, Freundeskreis...)
  • zur Gesprächsfähigkeit über Glaubens- und Lebensfragen
  • zur Fähigkeit, ein eigenes fundiertes Urteil zu bilden, wenn es um ethische und weltanschauliche Fragen geht
  • zur Persönlichkeitsbildung und zum Erwachsenwerden aus dem Geist und den Traditionen christlichen Glaubens

Schließlich bemüht sich jede Religionslehrerin und jeder Religionslehrer darum,

  • Schülerinnen und Schüler seelsorgerlich zu begleiten
  • die Sinnfragen des Lebens offen zu halten und zu helfen, dass jeder seine persönliche, veranwortliche Antwort findet:
    • Wer bin ich - was kann ich, was kann ich nicht?
    • Warum lebe ich - was hat das Ganze für einen Sinn?
    • Wo finde ich Gott - wo erfahre ich Schutz und Geborgenheit?
    • Was soll ich tun - warum soll ich Gebote achten und gerecht sein?
    • Warum und was glaube ich - was glauben andere?

 

Religionsunterricht war schon immer ein wesentlicher Bestandteil schulischer Ausbildung und Erziehung. Er wird in Zukunft noch notwendiger sein als bisher. „Gott ist eben im Leben doch ebenso wichtig wie Bruchrechnen oder Grammatik“ (Kinderbuch „Ich, Gott und Onkel Frederic“ von Marie Desplechin).

Oder um es mit Joseph Beuys zu sagen der nicht Theologe sondern Künstler war:

„Ohne den christlichen Stoff, das Element des Lebens, des Geistes und der Imagination, Inspiration, Intuition ist eine positive Bewusstseinsentwicklung nicht möglich.“

 

Zurück zu Religion am FAG