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Ursprung der Mediation



Das griechische Wort „medos“ bedeutet so viel wie vermittelnd oder unparteiisch. „Meditatio“ ist lateinisch für über sich nachdenken. Verbindet man diese zwei Wörter, kommt man zu dem Schluss, dass Mediator sich mit Bote oder Vermittler gleichsetzen lässt. An der Wortherkunft kann man bereits sehen, dass die Mediation bereits eine lange Geschichte hat. Bereits die Germanen um 2000 vor Christus nutzen den Ausgleichungsgedanken, um einem Mörder die Gelegenheit zu geben sein Leben zu schützen, indem er sogenanntes Wehrgeld zahlen musste. der berühmte Spruch „Zahn um Zahn und Auge um Auge“ ist schon 1780 vor Christus entstanden. der sogenannte Hammurapi Codex gilt als einer der wichtigsten Schriften Babyloniens, in welchem Verhaltensregen sowie Rechte und Pflichten für die Bürger festgelegt. Der vorherrschende Ausgleichungsgedanke sollte das Zusammenleben bis hin zum Mittelalter bestimmen und für Frieden sorgen.
 

In der Neuzeit verlor der Vermittlungsgedanke der letzten 3600 Jahre an Bedeutung. Einen erheblichen Beitrag hierzu leisteten die Vermittler im 30-jährigen Krieg. Die erfolglose Vermittlung über 12 Jahre hinweg ließ den Glauben an den Sinn und die Notwendigkeit an die Mediation merklich bröckeln.
 

Diese Einstellung änderte sich erst wieder um 1890. Der Vorreiter USA begann ab diesem Zeitpunkt mit der Wirtschaftsmediation. in den folgenden 80 Jahren gewann die Mediation wieder an Bedeutung und Bekanntheit, vor allem durch Mediation bei Scheidungen oder auch beim Friedenschluss von Israel und Ägypten 1979. In Deutschland hingegen verlor die Mediation weiter an Bedeutung und der Strafanspruch des Staates wurde wichtiger. Erst als die Popularitätswelle aus den USA nach Deutschland herüberschwappte wurde Mediation auch in Deutschland besonders bei Scheidungen und in der Wirtschaft eingesetzt.