Das Modul zur beruflichen Orientierung bot unseren Schülern der 9. Jgst. die Möglichkeit, erste Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen. An zwei Projekttagen und einer Praktikumswoche erkundeten sie verschiedene Berufe, testeten ihre Stärken und setzten sich mit dem Bewerbungsprozess auseinander.
Schon am ersten Projekttag tauchten die Schülerinnen und Schüler mit Virtual-Reality-Brillen hautnah in verschiedene Berufsfelder ein – als wären sie direkt vor Ort. Sie besichtigten virtuelle Betriebe, beobachteten typische Abläufe und bekamen ein Gespür für die Anforderungen unterschiedlicher Berufe. Dabei sollten sie nicht nur herausfinden, welche Berufe sie interessieren, sondern auch, welche Fähigkeiten und Kompetenzen dafür nötig sind. Im Anschluss führte die Agentur für Arbeit einen Interessentest durch. Hier ging es darum, persönliche Stärken und Schwächen zu erkennen und passende Berufsfelder zu entdecken. Viele waren überrascht, welche Berufe basierend auf ihren Interessen und Fähigkeiten empfohlen wurden.
Ein echtes Highlight des Tages war der Besuch in der Berufsschule. Hier hieß es: Ärmel hochkrempeln und mitmachen! Ob KFZ-Mechatroniker, Schreiner oder Modellbauer – unter Anleitung der Fachkräfte arbeiteten unsere Schüler eine Stunde lang mit und bekamen einen echten Eindruck davon, was in diesen Berufen gefragt ist. Einige entdeckten dabei ungeahnte Talente und hatten richtig Spaß am praktischen Arbeiten. Andere merkten schnell, dass das ausgewählte Berufsfeld nicht so gut zu ihnen passt – eine wertvolle Erkenntnis für die spätere Berufswahl.
Am zweiten Projekttag drehte sich alles um das große Thema „Bewerbung“. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit untersuchten sie Anschreiben und Lebensläufe, verglichen die Bewerber und entschieden, wer die besten Chancen auf den Job hätte. So erkannten sie, worauf es bei einer überzeugenden Bewerbung ankommt.
Auch das Vorstellungsgespräch wurde intensiv geübt. Unterstützt von externen Partnern führten die Schülerinnen und Schüler Bewerbungsgespräche durch und bekamen direktes Feedback zu Körpersprache, Ausdruck und typischen Fragen. Zusätzlich erhielten sie einen Einblick in Einstellungstests, die in vielen Bewerbungsverfahren eine wichtige Rolle spielen.
Der krönende Abschluss war die einwöchige Praktikumsphase. Egal, ob mit oder ohne konkrete Berufsvorstellung – jetzt wurde es ernst! Unsere Schüler tauchten in den echten Arbeitsalltag ein, arbeiteten im Team, übernahmen Aufgaben. Die Praktikumsplätze waren breit gefächert: Manche begleiteten Lehrkräfte in Schulen, andere halfen in Apotheken, Laboren oder Arztpraxen. Wieder andere sammelten Erfahrungen im Handwerk oder Dienstleistungsbereich.
Während der Woche wurde vielen klar, was ihnen besonders liegt – und was eher nicht. Und genau darum ging es: ausprobieren, erleben und eigene Erfahrungen sammeln.