„Ihr werdet die Welt von morgen gestalten!“ – Verabschiedung unserer Abiturienten 2026

„Kaiserwetter“ – und noch ein wenig mehr; bei hochsommerlichen Temperaturen feierten die 80 Abiturientinnen und Abiturienten des Friedrich-Alexander-Gymnasiums Neustadt a. d. Aisch in der gut gefüllten Markgrafenhalle am Freitag, dem 26. Juni 2026 ihre bestandene Reifeprüfung. Wortgewandt und mit einer wohldosierten Prise Humor führten Emily Rothbauer als Vertreterin des Jahrgangs und Oberstufenkoordinator Nicolas Jesorsky durch den offiziellen Teil des Programms, auf den am späteren Abend der Abiball folgte. Für den musikalischen Rahmen sorgte die stimmlich wie instrumental gut besetzte Abi-Band unter der Leitung der Musiklehrerin Julia Müller.

Die Reihe der Grußworte eröffnete der stellvertretende Landrat des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim Roland Reichenberg. Er griff das Abiturmotto „Abi Vegas – um jeden Punkt gepokert“ auf und beglückwünschte die Absolventen dazu, dass sie ihr „Blatt gut gespielt“ hätten und forderte sie auf, das erlernte Wissen und die erworbenen Kompetenzen als Startkapital für die Zukunft zu nutzen, denn „wir brauchen junge, kluge Köpfe“.

Im Namen der Stadt gratulierte der Erste Bürgermeister Alexander Müller. An den Rückblick auf typische Herausforderungen und Meilensteine einer Schulzeit knüpfte er den Ausblick auf die vielfältigen Möglichkeiten, die den Schülerinnen und Schüler nun offenstünden..

Ausgehend von allen, die sich mit dem Jahrgang über das erreichte Ziel freuen – Eltern, Freunde, Lehrkräfte, … – erklärte Harry Scheuenstuhl, MdL: „Die Welt steht euch offen!“ Dabei sei es aber auch wichtig, appellierte er, nicht nur die Karriere im Blick zu haben, sondern sich auch gesellschaftlich und ehrenamtlich zu betätigen: „Das ist eure Welt, greift zu und gestaltet sie!“

OStD Norbert Zips betonte in seiner Abiturrede das Privileg seiner Funktion, den Moment des bestandenen Abiturs in der persönlichen Vergabe der Zeugnisse intensiv miterleben zu dürfen. Im Weiteren griff er Joschka Fischers Gesellschaftsanalyse mit dem Titel „Zeitenbruch“ auf, und fragte, wer führen werde, wenn es darum gehe, die Zukunft zu gestalten – und seine Antwort war klar: „Ihr werdet die Welt von morgen gestalten!“ Die Abiturfeier sei jedoch erst einmal eine Gelegenheit zum Innehalten, an der Bruchlinie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Diesen Augenblick gelte es zu genießen, bevor man sich, gerüstet mit all dem, was man in der Schulzeit lernen konnte, den vielen anstehenden Entscheidungen stelle. Mit dem Dank an alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, schloss er seine Rede.

Für den Elternbeirat und den Förderverein des Friedrich-Alexander-Gymnasiums Neustadt a. d. Aisch wandte sich dessen zweite Vorsitzende Ursula Düll an die Abiturientinnen und Abiturienten. „Nie wieder Schule“ habe sie auf dem Weg zur Markgrafenhalle als Überbleibsel des Abi-Streiches mit Kreide auf den Boden geschrieben gesehen. Den Gedanken könne sie nach 13 Jahren Schule verstehen, hoffe aber, dass die Absolventen auch weiterhin an der „Schule des Lebens“ teilnehmen.

Nach einer 15-minütigen Pause erfolgte die Vergabe der Zeugnisse durch den Schulleiter und den Oberstufenkoordinator mit Unterstützung aus dem Sekretariat; dies geschah in Kleingruppen zu von den Schülerinnen und Schülern individuell ausgewählten Songs.
Besonders geehrt wurden im Folgenden die besten drei Absolventinnen und Absolventen: Ben Dreßel (1,1), Emmy Pfab (1,2) und Nele Reumschüssel (1,2).

In der Abiturrede der Absolventinnen Franziska Popp, Jule Fichtelmann und Emma Steigleder ließen diese in einem heiteren Rückblick die vergangenen zwei Jahre der Q-Phase anhand unvergessener Momente Revue passieren: „Manche Dinge weiß man erst zu schätzen, wenn sie vorbei sind.“ Den Dank an Eltern wie Lehrkräfte für die Begleitung während dieser Zeit verknüpften sie mit dem Rat an ihre Mit-Schüler, sich in einer Leistungsgesellschaft nicht nur an eben dieser Leitung zu messen, sondern ganz bewusst die eigenen Stärken wahrzunehmen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen liegen können. Zum Abschluss des offiziellen Teils wünschten sie allen Gästen eine unvergessliche gemeinsame Zeit für den restlichen Abend.