Das schulpsychologische Beratungsangebot am FAG

 

Gründe für eine schulpsychologische Beratung

Schulischer Leistung kommt in unserer Leistungsgesellschaft eine große Bedeutung zu. Bleibt Schulerfolg aus, ist dies meist eine Ursache für weitere Probleme, z.B. im Selbstbild der betroffenen Kinder und Jugendlichen, mit ihren Erfolgsüberzeugungen usw. Schlechte Schulleistungen können aber auch Auswirkungen sein für tieferliegende Probleme, man kann sie also auch als Symptom für eine psychische Erkrankung sehen.

Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft aber leider noch immer eher negativ behaftet. Während man bei einem Knochenbruch überhaupt nicht infrage stellt, ob es sinnvoll ist, einen Arzt zu konsultieren, wird bei Erkrankungen der Psyche oftmals sehr lange gezögert. Die Angst vor der Stigmatisierung „gestört sein“ trägt wesentlich dazu bei. Aber auch das Gefühl, dass bei einem selbst oder bei dem eigenen Kind „etwas nicht stimmt“, ist mit Unsicherheit verbunden, bei vielen ist dies auch die Angst, das Problem nicht überwinden zu können oder in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben. Dabei gilt im psychischen dasselbe wie im körperlichen Bereich: Viele Probleme würden sich viel leichter und schneller überwinden lassen, wenn sie rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden könnten!

Ich als Schulpsychologin kümmere mich um Probleme, die zu Beeinträchtigungen des Einzelnen im Rahmen des Schulalltags führen, wobei das viele verschiedene Punkte sein können. Neben Schwierigkeiten, die ihren Ursprung in der Schule haben, wirken sich auch persönliche Verhaltensweisen oder familiäre Krisen auf die schulische Leistungsfähigkeit oder das Sozialverhalten aus. Oft hilft es bereits, Probleme mit mir als neutraler Außenstehenden durchzusprechen, um verschiedene Lösungsansätze zu durchdenken.

 

Konkrete Beratungsanlässe von Schülerinnen/Schülern und Eltern

  • Umstellungsschwierigkeiten beim Übertritt an das Gymnasium
  • Lern- und Leistungsprobleme
  • Schul- und Prüfungsängste
  • Legasthenie-Verdacht oder Überprüfung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Soziale Probleme und Mobbing
  • persönliche Krisensituationen der Schülerinnen und Schüler (familiäre Konflikte, Scheidung, Todesfälle, depressive Verstimmungen...)
  • chronische Krankheiten und deren Auswirkungen auf das (psychische) Wohlbefinden bzw. die Integration in die Klassengemeinschaft
  • Selbstaggression (Ritzen...)
  • Suchtverhalten (Magersucht, Bulimie, aber auch Computersucht)
  • Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Zwänge...)
  • sexuelle Grenzverletzungen

 

Beratungsablauf

Im Mittelpunkt der Beratung steht das persönliche Gespräch mit Ihnen, den ratsuchenden Schülerinnen oder Schülern bzw. deren Eltern. Im Erstgespräch wird dabei versucht, den Kern und die wesentlichen Auswirkungen des Problems aus den unterschiedlichen Blickrichtungen zu erkennen. Sie können sich z.B. vorstellen, dass die Sichtweise auf schlechte Schulnoten von Eltern und betroffenen Jugendlichen oftmals sehr unterschiedlich ist, was bereits in sich selbst zu Eltern-Kind- Konflikten führen kann.

Im Nachfolgenden wird dann oftmals über das Ausschlussprinzip nach den genaueren Ursachen geforscht. In dieser Phase kommen neben dem Gespräch unter Umständen auch weitere Verfahren zum Einsatz, wie zum Beispiel testdiagnostische Methoden.

Wesentliches Ziel meiner Beratung ist es dann, die eigenen Ressourcen, also innere Kraftquellen, die man zur Lösung des Problems in sich trägt, die aber in der Problemsituation selbst vielleicht aus dem Blick geraten oder verschüttet sind, wiederzufinden und für die eigene Lösung nutzbar zu machen.

Die Umsetzung der erarbeiteten Schritte zu einer passenden Lösung begleite ich nach Möglichkeit mit, damit die betroffenen SchülerInnen nicht bei ersten Rückschlägen ihren Veränderungswunsch wieder aufgeben und alles beim Alten bleibt. Hilfreich ist es hier sicherlich, dass ich sowohl eine Ausbildung zur systemischen Paar- und Familientherapeutin (DGSF) als auch eine Diplom- Supervisoren- Ausbildung (ISC) absolviert habe.

Je nach Situation kann es aber trotzdem notwendig und sinnvoll sein, den/die Schüler/in auch an geeignete außerschulische Spezialisten, z.B. spezielle Beratungsstellen, TherapeutInnen und Fachärzte weiterzuleiten. Auch dann stehe ich Ihnen als Schulpsychologin aber weiterhin als Vermittlerin zwischen diesen Stellen zur Verfügung, (wenn dies gewünscht wird) und kann z.B. hilfreiche Maßnahmen, die in der Therapie erarbeitet, in der Schule aber umgesetzt werden sollten, koordinieren. Hierbei hilft sicherlich, dass ein Schulpsychologe in Bayern auch immer ein Lehrer ist, so dass man in der Regel recht gut abschätzen kann, welche konkreten Schritte im Rahmen des Schulalltags und der Klasse möglich sind. Diese Umsetzung gestaltet sich auch deshalb leichter, da man als Schulpsychologe ja nicht außerhalb eines Kollegiums steht, sondern über die gleichzeitige Lehrerrolle gut integriert ist.

 

Weitere Grundsätze der schulpsychologischen Beratung

  • Schulpsychologische Beratung ist lösungsorientierte Beratung: Es kann zwar durchaus bereits helfen, einmal jemandem Außenstehenden sein Leid zu klagen, sich Probleme von der Seele zu reden, aber im Normalfall möchten die Ratsuchenden doch auch eine Lösung für eine akutes Problem finden. Es ist also nicht die Frage entscheidend: „Wer hat Schuld daran, dass dieses aktuelle Problem entstanden ist?“ – sondern wichtiger ist die Frage: „Was kann ich tun, dass dieses Problem in Zukunft verschwindet und nicht mehr auftritt?“
  • Lösungsorientierte Beratung ist im Normalfall eine Kurzzeitberatung, d.h. die Lösungssuche und die Anbahnung erster Schritte, die zur Lösung getan werden müssen, dauert meist nicht allzu lang, so beträgt die durchschnittliche Verweildauer eines Klienten bei mir nur etwa 4-5 Beratungsstunden.
  • Schulpsychologische Arbeit unterliegt dabei immer der Verschwiegenheit nach §203 StGB , d.h. ähnlich wie bei einem Arzt oder einem Rechtsanwalt haben Sie als Ratsuchende ein Recht darauf, dass keinerlei Informationen an Dritte weitergegeben werden, es sei denn, Sie wünschen dies. Sie brauchen also keine Angst zu haben, dass irgendwelche Testergebnisse oder Beratungsprotokolle in der Schülerakte Ihres Kindes auftauchen.
  • Ich selbst arbeite aber auch systemisch: Zum Verständnis vieler Schwierigkeiten im Feld Schule ist es wichtig, auch unterschiedliche Systeme, z.B. die Klasse als System oder die Familie eines Kindes, mit in die Lösungsfindung einzubeziehen. Und natürlich kann es in diesem systemischen Arbeiten sinnvoll sein, auch Gespräche mit Lehrern des Kindes oder mit Mitschülern zu führen, allerdings- wie gesagt- nur mit Ihrem Einverständnis. Zum systemischen Arbeiten gehört auch, dass ich zu Ihren Anliegen ggf. weitere Knoten in unserem Beratungsnetz vor Ort für Sie knüpfe, z.B. bei einer notwendigen Schullaufbahnberatung Kontakt zu Frau Dietz, unserer Beratungslehrerin am FAG, oder Wege aufzeige zu kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen und niedergelassenen TherapeutInnen.
  • Kostenfreiheit ist ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der schulpsychologischen Beratung, ebenso wie die Tatsache, dass diese Beratung direkt an der Schule ein sehr niedrigschwelliges Hilfsangebot
  • Freiwilligkeit: Auch dieser Aspekt ist sehr wichtig, wenn schulpsychologische Beratung als Hilfe in schwierigen Lebens- und Schulsituationen fruchten soll. Nur in sehr seltenen Fällen wird die schulpsychologische Beratung flankierend zu schulischen Erziehungsmaßnahmen ausgesprochen. Und in den meisten Fällen kann ich auch Sie als besorgte Eltern davon überzeugen, Ihrem Kind die Wahl zu lassen, ob es meine Hilfsangebote annehmen und sich auf die Beratung einlassen möchte – oder eben nicht.

 

Erreichbarkeit und Kontaktdaten

Die Beratungsstelle befindet sich direkt am FAG (im Erweiterungsbau I, Zimmer 2.004, also im Bauabschnitt direkt über der Kreisbücherei im zweiten Stock)HIER BITTE LINK EINFÜGEN MIT LAGEPLAN-Ausschnitt!

FOTO/ BILD des BERATUNGSZIMMERS.

Ich bin als Schulpsychologin telefonisch jeden Tag erreichbar und kann Ihnen auch in kurzer Zeit Beratungstermine anbieten. Jederzeit können Sie Ihr Anliegen ganz diskret auf den Anrufbeantworter, den nur ich als Schulpsychologin abhöre, sprechen (telefonische Durchwahl: 09161/886954). Hinterlassen Sie dabei Ihren Namen, den Namen des betroffenen Kindes und dessen Klasse, Ihre Telefonnummer und Kontaktzeiten, wann ich Sie am besten erreichen kann. Ich rufe Sie dann so bald wie möglich zurück. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich leichter und ggf. auch schneller, wenn Sie mir mehrere Zeiträume nennen, zu denen ich Sie erreichen kann.

Bitte beachten Sie, dass ich aufgrund von eigener Unterrichtsverpflichtung, Beratungs- und Fortbildungstätigkeit i.d.R. nicht am gleichen Tag bei Ihnen zurückrufen kann.

 

Kontaktdaten:

OStRin Maria Wünsche

Friedrich-Alexander-Gymnasium Neustadt an der Aisch, Comeniusstr. 4, 91413 Neustadt an der Aisch

Tel.: 09161/8869-54

Bitte beachten Sie, dass ich aus Gründen des Datenschutzes und der Verschwiegenheit keine Beratungen per E-Mail durchführen kann! Bitte nutzen Sie für Terminabsprachen die angegebene Telefonnummer!)

 

Beratungstermin und Wartezeiten

Termin

Termine kann ich zu den unterschiedlichsten Zeiten anbieten, hierbei sind von Montag bis Freitag in der Regel sowohl Termine am Vormittag als auch am Nachmittag nach Absprache möglich. Für die ratsuchenden SchülerInnen sollte jedoch möglichst wenig Unterricht ausfallen. Am Freitag- Nachmittag berate ich grundsätzlich bis 18.00 Uhr, damit auch voll berufstätige Eltern die schulpsychologische Beratung in Anspruch nehmen können.

Wartezeit

Da auch bei den Schulpsychologen die Nachfrage nach Terminen immer mehr steigt, kann es, ebenso wie bei Psychiatern, Psychologen und Psychotherapeuten, zu Wartezeiten kommen. Zu Stoßzeiten muss mit ca. zwei bis vier Wochen gerechnet werden. Vereinbaren Sie Termine daher bitte so früh wie möglich!